Saltatio Mortis/ Honigdieb 03.10.09 Musikzentrum Hannover
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Mit etwas
Verspätung öffneten sich um kurz nach 20 Uhr die Türen zum Musikzentrum. Der
Einlass gestaltete sich ziemlich zähflüssig und langsam, so das um 20:30 immer
noch eine ziemlich lange Schlange vorm Zentrum wartete.
Pünktlich um 21 Uhr
begannen Honigdieb mit ihrer, doch recht eigenwilligen, Show. Während die Songs
und die wild gemixten Musikrichtungen eigentlich gar nicht so schlecht sind,
kommt man trotzdem nicht drum herum sich zu fragen ob mit dem Sänger, Sir Hannes
Smith, wirklich alles in Ordnung ist. Spätestens nachdem er sich einen
Topfdeckel, bereits ziemlich verbeult, mehrmals gegen den Kopf haut, steht die
Antwort nahezu fest. Nach mehreren Teil- Kostümwechsel, die sich Hauptsächlich
auf den Kopf beschränkten, verabschiedete sich die Band kurz von der Bühne um
dann noch einmal für zwei Song zurück zukehren. Auffallend war hierbei, dass
neben der Queflötenspielerin Axel C. eine weitere Frau auf der Bühne stand.
Sir Hannes Smith, bekleidet mit einer Quitschlila Perücke und pinkem Babydoll,
sang die letztens zwei Song und danach verabschiedete sich die Band aus Dortmund
nach gut einer Stunde, in der sie das Publikum vor der Bühne verblüfft,
unterhalten und vielleicht auch ein bisschen schockiert haben.
Während der
Umbauphase, die nun statt fand, konnte man zarten, auf Klavier gespielten
Stücken, lauschen. Bei genauem Hinhören erkannte man die Melodien der Saltatio
Mortis Song.
Nach ca. 20 Minuten erlöschte das Licht und die Bühne wurde in
Rauch getaucht. Vereinzelte Lichter leuchteten wieder auf und nach und nach
kamen die Bandmitglieder von Saltatio Mortis unter Applaus und Gegröle des
Überwiegend männlichem Publikums auf die Bühne.
Nach 2 Songs ergriff Sänger
Alea zum ersten Mal das Wort und stellte sich und die Band kurz vor, bevor er an
den Geschichtenerzähler Lasterbalk der Lästerliche weiter gab. Die Band hat
wohl eine nahezu einzigartige Methode um ihre Songs anzusagen. Verpackt in
kleine Geschichten, die nach und nach weiter erzählt wurden spielten sie eine
sehr gute Mischung an Songs von den älteren Alben und vom neuen Werk Wer Wind
saet. Natürlich duften Songs wie Prometheus, Spielmannsschwur und zu guter
letzt Uns gehört die Welt, nicht fehlen. Das Publikum feiert, rockte, tanzte,
grölte und vereinzelt wurde auch ein bisschen gepokt.
Gegen Ende der Show,
rief Alea zu einer kleinen Reise auf und fragte fröhlich ob es möglich sei, ihn
ein bisschen durch die Halle zu befördern. Kurz darauf sprang er auf die
ausgestreckten Hände und ließ sich eine Runde durchs Musikzentrum weiterreichen.
Ein kleines Problem stellte der Balkon da und das kleine Grüppchen dass ihn auf
Händen trug, marschierte einfach mit ihm unten durch, bevor sie ihn auf der
anderen Seite wieder zum weiterreichen zurück zur Bühne gaben. Mit Hilfe eines
Crew-Mitgliedes, gelang Alea sicher zurück auf die Bühne und bedankte sich. Nach
ein paar weiteren Songs, verließ die Band die Bühne, um dann, nach Minuten des
Johlens durchs Publikum, mit einigen Stücken zurück zu kommen.
Als die Band
erneut die Bühne verließ, war das Publikum immer noch nicht gesättigt und
verlangten nach einer weiteren Zugabe der Spielmänner. Diese ließen sich nicht
lange bitten und traten ein letztes Mal in die Lichtkegel.
Nach gut 2 Stunden
verabschiedeten und bedankten sich die Spielmänner von Saltatio Mortis bei dem
Publikum und verließen sichtlich glücklich, fertig und verschwitzt die Bühne
entgültig.
Wie es sich bei guten Musikern gehört, nahmen sich auf
Saltatio Mortis nach dem Konzert noch ein bisschen Zeit für Autogramm- und
Fotowünsche der Fans.
Ein wirklich sehr gelungenes, schönes Konzert!
Alle Fotos von Konzert sind in der Galerie!!